Erdwärme

In der neueren Zeit gerät auch die Erdwärme in den Focus der Energieforscher, denn sie soll für den Menschen zur Energiegewinnung in großem Umfang nutzbar gemacht werden. Dabei ist die Nutzung der Erdwärme keinesfalls neu, denn schon in China, Rom und im ottomanischen Reich wurde diese genutzt, um beispielsweise Bäder zu beheizen. Das Innere der Erde weißt hohe Temperaturen auf, die aus der Zeit ihrer Entstehung bis heute vorhalten und aus radioaktiven Zerfallsprozessen resultieren. Wärmequellen können relativ nah an der Erdoberfläche liegen und bieten sich für die Nutzung von Wärmepumpenheizungen an. Tiefer liegende Quellen werden hingegen meist für die Stromerzeugung auf indirekter Basis genutzt.

Nutzungsgebiete für Erdwärme

Wie bei der Nutzung jeder anderen erneuerbaren Energiequelle muss auch bei der Nutzung von Erdwärme auf die Effizienz geachtet werden. So bietet sich die Nutzung in erster Linie in Gegenden an, wo aktive Vulkane vorhanden sind, denn naturgemäß liegen die Temperaturen schon knapp unter der Erdoberfläche bei mehreren Hundert Grad. Momentan sind die technischen Möglichkeiten in Bezug auf die Materialbeschaffenheit noch so beschränkt, dass der ökonomische Aufwand kaum zu vertreten wäre, um in tiefere Erdeschichten mit Temperaturen von mehreren Tausend Grad vorzustoßen.

Vorteile und Nachteile der Erdwärme

Als Vorteil der Erdwärme gegenüber der Solarthermie gilt insbesondere, dass diese unabhängig von Jahres- und Tageszeiten zur Verfügung steht. Außerdem reichen schon Temperaturen von 80 Grad Celsius aus, damit mit der Erdwärme Heizungen betrieben werden können. Um die Wärmenetze zu speisen, wird der Wasserdampf oder alternativ das heiße Wasser genutzt. Dampfturbinen sorgen dafür, dass mit Erdwärme elektrische Energie erzeugt werden kann. Als größter Nachteil bleibt zu benennen, dass die Nutzung von Erdwärme oft mit einem starken Schwefelgeruch einhergeht. Allerdings lässt sich dieses Problem heutzutage dadurch lösen, dass das benutzte Wasser wieder an den Entnahmeort gepumpt wird.