Windenergie

Bei der Windenergie handelt es sich um eine Form der erneuerbaren Energie, die bereits seit dem Altertum als solche genutzt wird. Die deutsche Politik sieht in der Windenergie eine entscheidende Schlüsseltechnologie im CO2-freien Energiemix in naher und ferner Zukunft. Zwar wird in Deutschland schon jetzt keine andere regenerative Energieerzeugungsart häufiger genutzt, wie die Windenergie, doch das Potenzial ist noch immer lange nicht ausgeschöpft.

Vor- und Nachteile

Zwar mag es auf dem ersten Blick so erscheinen, als würde die Windenergie keine Nachteile mit sich bringen, doch auch hier gibt es die einen oder anderen unschönen Fakten zu erwähnen. Zwar handelt es sich um eine unerschöpfliche und damit umweltfreundliche Energiequelle, aber dafür hat man auch mit der Unstetigkeit des Windes zu kämpfen. Schließlich weht dieser nicht immer gleich stark und kontinuierlich. Eine Erzeugung von konstanten Mengen Strom ist also bei dieser Art von erneuerbaren Energien kaum möglich.

Ein weiterer Nachteil sind die Landschaftsbilder, die mittlerweile unter den vielen Windkraftanlagen zu leiden haben. Das trifft vor allem auf die Küstenregion zu. Als weiteren Vorteil könnte jedoch noch das hohe Potenzial erwähnt werden. Schließlich ist noch genügend Platz vorhanden, um effektiv Windanlagen zu betreiben.

Investition und Förderung

Die Technologie rund um die Windenergie ist zumeist noch recht jung. Das hat leider auch zur Folge, dass aktuell noch hohe Zusatzkosten zum Beispiel für Weiterentwicklungen und Reparaturen anfallen. Aus diesem Grund ist es zumindest aktuell noch so, dass fossiler Strom noch preiswerter produziert werden kann.

Um trotzdem einen Anreiz zu schaffen, gibt es in vielen Ländern staatliche Förderungen. Während es in Italien oder Großbritannien zum Beispiel Quoten- oder Ausschreibungsmodelle gibt, hat sich die Bundesregierung dazu entschlossen, eine Einspeisevergütung einzuführen. Hierbei handelt es sich um ein Mindestpreissystem. Die Investoren sollen damit die Sicherheit bekommen für einen bestimmten Zeitraum einen bestimmten Preis für den erzeugten Strom garantiert zu erhalten.

Offshore-Windenergie

Eine besondere Form der Windenergie sind die sogenannten Offshore-Windanlagen. Hier befinden sich die Windkraftanlagen auf dem Meer. Warum? Ganz einfach: Weil der Wind auf dem Meer rund doppelt so kräftig weht, wie auf dem Land. Die Folge ist also eine erhöhte Energieausbeute bei Anlagen, die sich in Küstennähe befinden. Gleichzeitig ist es für die Betreiber jedoch auch deutlich komplizierter Offshore-Windanlagen zu betreiben, da vorab komplexe Kabeltrassen unter Wasser verlegt werden müssen.

Das Zentrum der Offshore-Windenergie in Deutschland wird der Nord- und Ostseeraum einnehmen. Diese Gewässer eignen sich besonders wegen ihrer Gewässertiefe sowie ihrer Nähe zu größeren Ballungszentren.